Navigation überspringen
 
Inhalt:

Aktuelles

Bildquelle: Stadt Lingen (Ems)
Bildquelle: Stadt Lingen (Ems)
03.02.2011 - Enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule ist unabdingbar

Bildung ist als Schlüssel zur Wirtschafts- und Standortentwicklung unerlässlich, darin stimmten am letzten Donnerstagabend alle überein. Der IndustriePark Lingen hatte zusammen mit der Sparkasse Emsland zum 4. Unternehmensforum in das IT-Zentrum nach Lingen eingeladen. Neben Landrat Hermann Bröring, dem ehemaligen Präsidenten der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Ehrhard Mielenhausen, und Unternehmer Hendrik Kampmann konnten die Veranstalter die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, als Rednerin gewinnen. Mehr als 150 Unternehmer sowie Vertreter von bildungs- und wirtschaftsnahen Einrichtungen waren der Einladung gefolgt und nutzten das Unternehmensforum gleichzeitig zum Austausch und zur Kontaktpflege. Oberbürgermeister Dieter Krone begrüßte die Teilnehmer und betonte: „Ein enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule ist unabdingbar.“ Zugleich wies er noch einmal auf den geplanten Bildungsgipfel hin.

„Bildung als Schlüssel zur Wirtschafts- und Standortentwicklung“ sei das Zukunftsthema unserer Zeit, machte auch die Ministerin gleich zu Beginn ihrer Ausführungen deutlich. Eine Investition in Wissen zahle sich für alle aus: die jungen Menschen, die Unternehmen und die Gesellschaft. Allerdings dürfe man auch nicht die aus den Augen verlieren, die Unterstützung brauchen. „In Deutschland leben Menschen aus 195 Nationen“, so Agül Özkan weiter. „Wir brauchen jeden.“
Dabei sei Bildung der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in den Arbeits-markt. Gerade im Mittelstand gäbe es noch viele Barrieren und Hürden, doch letztendlich komme es „doch nicht auf die Herkunft, sondern auf die Zukunft an“, so die Ministerin. Auch die Anerkennung von Schul- und Universitätsabschlüssen müsse noch transparenter und einfacher gestaltet werden. Man dürfe nicht aus den Augen verlieren: „Jeder Ingenieur sichert zwei bis drei zusätzliche Arbeitskräfte.“

Landrat Hermann Bröring gratulierte den Veranstaltern vor allem zu dem „wieder hochaktuellen Thema“. Erst kürzlich habe die Prognos-Studie gezeigt: „Wir sind das Bayern des Nordens“, so der Landrat. Die Bildungsinfrastruktur, ein breit angelegtes Weiterbildungsangebot, 24 Familienzentren, die Teilnahme an dem Modellversuch „Bildungsregion“, viele Initiativen wie „Mädchen in Männerberufen“ oder „Hauptsache Hauptschule“ und nicht zuletzt die Etablierung des Hochschul-standortes Lingen haben zu diesem guten Ergebnis geführt. Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit müssten vor allem in der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie in einem Altersmanagement der Betriebe liegen, so Hermann Bröring. Zudem seien zwar bereits einige regionale Netzwerke aktiv, wie die MEMA oder der Wirtschaftsverband. Territoriale Netzwerke könnten die Effektivi-tät zusätzlich steigern.

Der ehemalige Präsident der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Erhard Mielenhausen, zeigte im Detail die Geschichte des Hochschulstandorts Lingen auf. „Lingen ist durch den Zusammenschluss mit der Berufsakademie Vorbild für andere Regionen“, so Prof. Mielenhausen. Die Studiengänge „Pflege“ und „Energie“ werden das schon heute gute Angebot zukünftig ergänzen. Er appellierte vor allem an die Unternehmer, die Möglichkeiten des Hochschulstandortes noch besser für sich zu nutzen. So könnten die ansässigen Firmen beispielsweise vom Know-How der Hochschule durch Projekte und Technologietransfer profitieren und gleichzeitig die Studenten frühzeitig an sich binden.

Der Geschäftsführende Gesellschafter der Kampmann-Unternehmensgruppe Lingen und Vorsitzender des Trägervereins der Berufsakademie Emsland e. V., Hendrik Kampann, stellte vor allem sein Unternehmen in den Mittelpunkt der Ausführungen. „Wissen ist der Rohstoff unserer Volkswirtschaft“, so der Unternehmer. Die Kampmanngruppe arbeite eng mit der Hochschule zusammen. Möglichkeiten zu Projektstudien, Praxistransferprojekte und eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen seien nur einige Beispiele des Unternehmens, um den Nachwuchs bereits früh zu begeistern und an die Kampmann-Gruppe heranzuführen.

Allen Teilnehmern und Referenten sagt das Vermarktungsteam des IndustriePark Lingen erneut DANKE für die rege Teilnahme und Unterstützung.

Lingen im Januar 2011
[zurück]

Bildergalerie zum 4. Unternehmensforums IndustriePark Lingen am 10. August 2009

Artikel zum 4. Unternehmensforum, erschienen in der Lingener Tagespost vom 22.01.2011 - als PDF-Download (800 KB)
Artikel zum 4. Unternehmensforum, erschienen in der Lingener Tagespost vom 29.01.2011 - als PDF-Download (900 KB)

1. Vortrag von Herrn Landrat Hermann Bröring, Landkreis Emsland - als PDF-Download (700 KB)
2. Vortrag von Herrn Hendrik Kampmann, Geschäftsführer der Kampmann GmbH - als PDF-Download (900 KB)