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Treffen der Geschäftsführer des IndustrieParks Lingen bei Dralon

Austausch und Netzwerken im Mittelpunkt

Einen Einblick in die Herstellung von Acrlyfasern und die Produktionsabläufe der Dralon GmbH konnten kürzlich die Geschäftsführer der Unternehmen im IndustriePark Lingen sowie die Wirtschaftsförderung unter der Leitung des Oberbürgermeisters Dieter Krone erhalten. Dieter Heinkes und Stefan Braun von der Dralon GmbH hatten dazu ihre „Nachbarn“ und Vertreter der Verwaltung eingeladen. Die IndustriePark-Treffen finden einmal pro Jahr bei einem der ansässigen Betriebe statt. Ziel ist es, dass sich die ansässigen Unternehmen untereinander besser kennenlernen und vernetzen.


„Wir sind sehr froh, dass wir ihnen heute eine laufende Produktion präsentieren können“, erklärte Dieter Heinkes. Nach dem Brand im Sommer seien die Maschinen erst kürzlich wieder angelaufen. Bei einem Rundgang konnten die Gäste den Produktionsablauf in Augenschein nehmen: von der Polymerisation über das Lösen zum Spinnen und Nachbehandeln. „Dralon ist der drittgrößte Acrylfaserhersteller weltweit“, erläuterte der Geschäftsführer Dieter Heinkes. In dem Lingener Werk werden jährlich 68.000 Tonnen der Dralon Faser produziert. 90 Prozent davon fließen in die Textilproduktion. Vorteile der Acrlyfaser seien dabei ihre wollähnlichen Eigenschaften sowie die Farbechtheit der Faser, die nicht vergilbt oder schimmelt. Doch auch für Markisen, Decken, Teppiche und Vorhänge wird die Faser genutzt. „Der Markt für Baumwolle ist bereits ausgereizt, wir schauen nicht zuletzt deshalb positiv in die Zukunft“, sagte Dieter Heinkes abschließend.

 

Treffen der Geschäftsführer des IndustrieParks Lingen bei Dralon.


Zurück im Besprechungsraum sollten die Gäste direkt einmal selbst Hand anlegen und die Acrylfasern spinnen. Stefan Brauns erklärte währenddessen, dass rund 500 Mitarbeiter, davon circa 190 in Lingen und 300 am Standort in Dormagen für das Unternehmen tätig sind. Bemerkenswert sei dabei sicherlich die große Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. „Im Schnitt haben unsere Mitarbeiter eine Firmenzugehörigkeit von 17 Jahren“, erklärte Dieter Heinkes. „Wir bilden in sieben Berufen aus und versuchen durch aktive Nachwuchsarbeit schon junge Menschen für unsere Ausbildungsberufe wie Chemikant/-in, Chemielaborant/-in sowie Industriekaufmann/-frau zu begeistern.“


Seine Anfänge nahm das Unternehmen 1954 in Dormagen, 1983 kam Lingen hinzu. 2001 wurde schließlich die Dralon GmbH mit den Produktionsstandorten Dormagen und Lingen ins Leben gerufen. Mittlerweile ist die Marke Dralon in 84 Ländern registriert.