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Dreharbeiten zum Imagefilm IndustriePark Lingen bei AREVA gestartet

Imagefilm wirbt für Hightech im Grünen

Hightech im Grünen – das bietet der Indus-triepark im Lingener Süden. Keine neue Nachricht für die Region, aber deutschland- und europaweit, gern auch global, darf sich dies ruhig noch etwas mehr herumsprechen. Die Stadt hat deshalb einen Imagefilm über die rund 33 Hektar große Fläche in Auftrag gegeben. Am Donnerstag war der erste Drehtag beim Brennelementehersteller Advanced Nuclear Fuels (ANF).

 

Der Industriepark ist eine Vorzeigeadresse, was die Ansiedlung großflächiger Industriebetriebe in Lingen anbelangt. Die Unternehmen dort beschäftigen nach Angaben der Verwaltung rund 3000 Mitarbeiter. Auch vor dem Hintergrund des beschlossenen Atomausstiegs, der das Kernkraftwerk der RWE im Industriepark ebenfalls betrifft, setzt die Kommune alles daran, Arbeitsplätze dort zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Dazu könne auch ein solcher Imagefilm beitragen, sagte Dietmar Lager vom Fachbereich Wirtschaftsförderung unserer Zeitung.

 

Den Auftrag für den Film erhielt nach einer öffentlichen Ausschreibung die Werbeagentur „camelot media“ aus Iserlohn. Verbreitet wird dieser nicht nur auf der Internetseite der Stadt oder als Link auf dem Newsletter.

 

Neben ANF gab es am Donnerstag noch einen weiteren Drehtermin bei EMP. Das Merchandising-Unternehmen mit über 30 000 Artikeln steht nach Lagers Angaben für die logistischen Qualitäten des Industrieparks. Die unterschiedlichen Stärken des Areals wolle der Film herausarbeiten. Dazu gehört den Worten von Lager zufolge trotz des beschlossenen Atomausstieges auch RWE. „Lingen ist ein energieintensiver Standort und RWE eine Marke“, unterstrich der Wirtschaftsförderer. Das Gleiche gelte für EMP auf dem Felde der Logistik.

 

ANF steht, wie Werksleiter Andreas Hoff erläuterte, auch für die hohe Bindungskraft der Unternehmen im Emsland. Derzeit sind dort 330 Mitarbeiter beschäftigt, Auszubildende nicht mitgezählt. Viele von ihnen seien, so Hoff, mitunter seit Jahrzehnten mit dem Unternehmen verbunden. ANF ist aus der 1975 gegründeten Exxon Nuclear GmbH hervorgegangen und feiert nächstes Jahr 40-jähriges Bestehen.

 

Hoff verhehlte nicht, dass der Brennelementehersteller nach dem Unglück von Fukushima 2011 auch schwierige Zeiten durchgemacht habe. Das Vertrauen der Belegschaft in das Unternehmen ist seinen Worten zufolge aber seitdem nicht schwächer geworden, im Gegenteil. „Die Fluktuationsrate seit 2011 liegt bei unter einem Prozent“,erklärte der Werksleiter.

Dieser Punkt ist nach Angaben von Lager wichtig, was die Botschaft des Films anbelangt: Damit Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit entfalten können, ist nach seinen Worten der richtige Standort bedeutsam – zufriedene und leistungsfähige Mitarbeiter aber eben auch.

 

 Rede und Antwort stand am Donnerstag Andreas Hoff, Werksleiter bei ANF in Lingen, dem Filmteam. Foto: Thomas Pertz

 

Lingener Tagespost

Ausgabe vom 12. September 2014

Ressort Lokales